23. Juli 2021

Schwärmen für die Familie

Schwärmen für die Familie

Im Kleinen Großes tun: Längst hat sich der Fachhändler Concept GmbH sein Qualitäts- und Umweltmanagement nach QuB zertifizieren lassen. In allem Handeln denkt das Unternehmen nachhaltig – und hat jüngst die Patenschaft für Honigbienen übernommen.

 

Was dem Schwarm nichts nützt, das hilft auch der einzelnen Biene nicht. Diese fast 2.000 Jahre alte Weisheit des römischen Kaisers und Philosophen Marc Aurel hat sich die Concept GmbH zu eigen gemacht. Der Druckerfachhändler mit Sitz im bayerischen Reichertshofen nahe Ingolstadt denkt über den eigenen Betrieb hinaus – in allen Aspekten: Er hat LKS, den Verbund von unabhängigen Bürofachhändlern und Systemhäusern, ins Leben gerufen, dessen Mitglieder sich gegenseitig überregional unterstützen. Er wägt jede unternehmerische Entscheidung nachhaltig ab im Sinne von Umweltschutz und Erhalt der Natur für die Nachkommen. Und er hat zu Jahresbeginn die Patenschaft für drei Bienenvölker übernommen.

„Ein Honigbienenvolk ist im Grunde auch ein Familienbetrieb“, sagt Melanie Mehlstäubl (geb. Wolf). Die Tochter des Firmengründers und -inhabers Adam Wolf ist seit vielen Jahren für Concept tätig und wird das Unternehmen eines Tages im Sinne ihrer Eltern weiterführen. „Wer sich ein Bienenvolk ansieht, wird es wahrscheinlich zunächst als chaotisches Gewusel wahrnehmen, doch das ist es ganz und gar nicht“, erzählt Christian Rachl, Neffe von Adam und seiner Frau Sonja Wolf. „Tatsächlich ist es ein komplexes Zusammenspiel von genialer Arbeitsteilung, wie es nur bei manchen Insekten vorkommt.“ Die Familie Wolf hat Christian Rachl als staatlich geprüften Tierwirt (Bienenhaltung), Natur- und Landschaftspfleger mit der Betreuung ihrer Bienen im benachbarten Pfaffenhofen beauftragt. Jüngst wurde die erste Ernte „eingefahren“. „Die Bestäubung von Wildpflanzen ist unbezahlbar, denn die meisten Pflanzen sind darauf angewiesen, um sich fortzupflanzen“, sagt er. „Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und einige weitere Insekten sichern deshalb unsere Lebensgrundlage: Ohne die Vielfalt an Pflanzen haben wir keine Zukunft.“

 

LIEBE ZUR NATUR

Mit seiner Faszination für die Honigbienen hat er seine Verwandten angesteckt, denn auch bei ihnen steckt die Liebe zur Natur und das Streben nach Nachhaltigkeit schon in den Genen. „Jeder Entscheidung, die im Hause Concept getroffen wird, liegen Überlegungen zu Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und der Reduzierung des CO2-Footprints zugrunde“, schildert Melanie Mehlstäubl. „Seit jeher beheizen wir unser Lager mit der Abwärme des Serverraums. Wir haben die Hallentore isoliert und müssen dadurch auch in den Büros weniger heizen. Seit 2011 beziehen wir den Großteil unseres Stroms über die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Firmengebäudes. Durch die Reinigung der Photovoltaik haben wir die Anlage vor kurzem wieder zu Höchstleitung gebracht. Als Nächstes möchten wir unseren Fuhrpark auf weniger schädliche Firmenfahrzeuge umstellen.“ Jahr für Jahr berechnet Concept den eigenen CO2-Fußabdruck und freut sich über kontinuierliche Fortschritte.

 

GUT AUCH FÜR DIE KUNDEN

Die Maßnahmen beziehen sich nicht nur auf das Gebäude, sondern auch auf das Geschäft und den Service. So hat das Unternehmen vor zwei Jahren seine Modellpolitik geändert: Die Entscheidung für robuste, langlebige Geräte mit niedriger Störungsinzidenz steht über den Margen. Dies kommt auch den Kunden zugute, die man mit großem Erfolg von umweltfreundlicheren Tintendruckern überzeugt, denn auch bei vielen Unternehmen und insbesondere bei Behörden findet ein Umdenken statt. „Inkjet Systeme verbrauchen bis zu 96 Prozent weniger Strom – und weil sie nicht heizen, ist auch ihre CO2-Bilanz entsprechend besser“, betont Melanie Mehlstäubl. „Das schont die Umwelt und auch den Geldbeutel.“ Das Know-how bezüglich der besten Drucker hat die Concept aus Erfahrung erworben. Das Unternehmen betreut Systeme aller Hersteller und dokumentiert die Serviceeinsätze akribisch: Fehlerlisten werden gepflegt und in der Gesamtheit ausgewertet. So weiß jeder Servicemitarbeiter um die Stärken und Schwächen bestimmter Modelle. Und ist somit in der Lage Auskunft zu geben und angemessene Empfehlungen aussprechen. Auf diese Weise werden auch die Servicefahrten aufgrund von Störungen deutlich reduziert und darüber hinaus die Erfolgsquote gleich bei der Erstanfahrt erhöht: Die Voraussage, welche Ursache einer Störung zugrunde liegt, ist ziemlich treffsicher. Weiter verringern sich die Störungen durch die turnusmäßigen Wartungen, die die Firma durchführt, um die Lebensdauer der Geräte zu verlängern. Grundsätzlich bevorratet das Lager für alle Fälle fertig gepackte Boxen für alle gängigen Modelle, die sämtliche Ersatzteile beinhalten und die die Techniker zum Einsatz mitnehmen. Andererseits wurde durch die Entwicklung der Service-App MobileTech, die einem Techniker unterwegs alle Informationen bereitstellt, die Tourenplanung optimiert: So kann er auch spontan Einsätze ausführen, die auf dem Weg liegen, ohne einen Umweg über die Basis vornehmen zu müssen oder einen Extraeinsatz zufahren. „Grundsätzlich steigt bei unseren Kunden auch die Akzeptanz für Fernwartungen – und das senkt unsere CO2-Bilanz weiter“, berichtet Melanie Mehlstäubl. „Während der Pandemie haben wir Videofilme zur Erstinstallation von verschiedenen Maschinen gedreht, über die wir kontaktlose Installationen unterstützen können. Unsere Kunden sind damit sehr gut zurechtgekommen und haben uns ein zufriedenes Feedback gegeben.“ Schon im Jahr 2014 hat Concept die QuB-Zertifizierung erlangt. Dieses integrierte Managementsystem ermöglicht es auch kleinen Unternehmen anhand von branchengerechten Anforderungen, ein Qualitäts- und Umweltmanagement einzurichten und es bei erfolgreicher Umsetzung bescheinigen zu lassen. „Wir möchten uns nicht grün anmalen“, resümiert Melanie Mehlstäubl. „Wir sind bestrebt, durch eigene Anstrengungen der Umwelt etwas Gutes zu tun, um sie zu erhalten. Mit unseren Bienenvölkern setzen wir in Zusammenarbeit mit Christian Rachl ein weiteres sichtbares und sinnvolles Zeichen.

 

Den ganzen Artikel aus dem FACTSMAG 7-8/2021 können Sie hier nachlesen.

 

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rrr